SHOPPING: Neue Konsumwelt Bangkoks



Jan 2007 | Rubrik: Ratgeber Thailand, Reise Thailand

Singapur und Hongkong aufgepasst: Bangkoks wichtigste Shoppingmeile rüstet sich für ein neues Zeitalter. Zu den wichtigsten Touristen-Attraktionen der thailändischen Hauptstadt zählen längst nicht mehr nur Grand Palace und Co. Extremshopping heißt der neue Zeitvertreib – denn die Megacity vollendet mit dem neu eröffneten, superschicken Central World ein urbanes Einkaufsparadies der Superlative.

Central World

Das neue Central World

Es glitzert und funkelt überall und es riecht sogar noch ein wenig nach frischer Farbe im neuesten Shopping-Tempel Bangkoks, dem Central World. Das im November 2006 nach einjährigem Umbau wiedereröffnete „Lifestyle Center“ ist das größte Südost-Asiens. Und das merkt man auch sofort, wenn man sich auf den sieben Etagen mit insgesamt mehr als 500 Geschäften zurecht finden möchte. Verlaufen ist hier vorprogrammiert – aber auch gar nicht tragisch, da auf jedem Stockwerk interessante Läden zum Verweilen und Staunen einladen. Die Auswahl ist schier grenzenlos: Ob man nun eine digitale E-Gitarre, die neuesten Trend-Sneaker oder einen frechen Bikini kaufen möchte. Es gibt hier fast nichts, was es nicht gibt.

Die neue Shopping Philosophie heißt „Non-Stop-Service”. Gemeint ist damit: Im durchgestyltem, weiß gefliestem Central World kann man Waren von weltbekannten, aber auch lokalen Markenfirmen erwerben, im riesigen Supermarkt einkaufen gehen oder einfach in einem der zahlreichen Cafes eine Erfrischung genießen. Darüber hinaus gibt es Weltklasse-Restaurants, massenhaft Parkplätze und natürlich Entertainment ohne Ende: Dazu zählen Kinos, Bowlingbahnen und der „TK-Park“ – ein ultramodernes Lernzentrum mit den neuesten Technologien. Fast alles ist möglich in der neuen Welt des Konsums. Hier kann man locker ganze Tage verbringen.

Doch besonders die „Food Hall“ – eine Mischung aus Supermarkt und Restauranthalle – des überdimensionalen Kaufhauses übertrifft alle Erwartungen: Feinste Weine und Delikatessen aus aller Welt kann man hier im schicken Ambiente kaufen, testen, sich als Geschenk einpacken oder nach Hause liefern lassen. Sogar Kochkurse werden angeboten. Wer einmal hier einkaufen war, wird bei jedem zukünftigen Edekabesuch mit Schmuddel-Neon wehmütig an den asiatischen Service-Zauber zurückdenken.
Die Qual der Wahl hat man, wenn man sich für eines der 50 internationalen Restaurants entscheiden muss: Frisches Sushi vom Laufband oder doch lieber ein indisches Aloo Gobi? Während des Essens kann man den fabelhaften Ausblick über die Skyline der Millionenstadt bestaunen. Und wer die Köstlichkeiten lieber zuhause genießt, kann den „Catering Service“ inklusive „Chef Consultation“ und „Menu Advice“ nutzen.

Vor allem deutsche Expats kommen im drittgrößten Supermarkt der Welt auf ihre Kosten – stellt die hauseigene Bäckerei doch rund zehn Brotsorten her, die wirklich authentisch schmecken. Die passenden Beläge vom Schwarzwälder Schinken bis zur Knoblauch Salami gibt es auch dazu. Ein wahres Fest für den Gaumen. Die Heimat lässt grüßen.

Längst vorbei sind die Zeiten, als man sich in der Hauptstadt Thailands nur mit billigen Kopien von Markenprodukten eindecken konnte. Mittlerweile bieten die großen Shoppingmalls alles, was das nimmersatte Herz begehrt. Bangkok will mit den teuren Einkaufsstrassen der Region konkurrieren: Hongkong hat seine Causeway Bay, Singapur seine Orchard Road und Bangkok ein Kilometer langes urbanes Einkaufsparadies für moderne Kosmopoliten im Stadtteil Siam Square-Ratchadamri-Sukhumvit. Dem Central World folgen das Emporium, das Amarin Plaza, das Gaysorn, das Siam Paragon, das Siam Center und das Siam Discovery Center – eines luxuriöser und prächtiger als das andere.

Von ihnen hat das am 9. Dezember eröffnete Siam Paragon ganz neue Standards in Sachen Einkaufserlebnis geschaffen: Bangkoks feinste Shopping-Adresse bietet auf 500.000 Quadratmetern alles vom knallroten Ferrari bis zur edlen Golfausrüstung – eben das grenzenlose Einkaufserlebnis für die „Upper class“. Alleine das hauseigene Aquarium, Siam Ocean World, mit Regenwald und Korallenriffen hat eine Milliarde Baht gekostet.

Konsumwelt

Shoppen bis zum Umfallen

Alle großen Kaufhäuser und Shopping Malls haben Milliarden in Umbauten und Renovierungen investiert. Sie wollen mit dem Luxus-Plaza Siam Paragon Schritt halten – und ihre Stammkunden bei der Stange. Das Kaufhaus Central Department Store hat 700 Millionen Baht ausgegeben, das Emporium hat sich seinen neuen Look 500 Millionen Baht kosten lassen, das Siam Center hat 350 Millionen Baht investiert und das Gaysorn Plaza hat neue, superschicke Luxusboutiquen eingerichtet.

Die Umgestaltung und Eröffnung der riesigen Konsumtempel und die weltweite Vermarktung des modernsten Shopping-Areals in Bangkok ist ein weiterer Schritt, die Hauptstadt als Modezentrum bekannt zu machen. Die Regierung und trendige Bekleidungshersteller wie Fly Now, Senada oder Grey wollen ihre kreative Mode „Made in Thailand“ nicht nur im Lande verkaufen, sondern auch in den Westen exportieren. Modernes, thailändisches Design soll neben der Haute Couture aus Paris, Mailand und Berlin auf dem Laufsteg bestehen. Die Chancen dafür stehen gut. Das Central World ist mit dem BTS Skytrain einfach zu erreichen und über eine Fußgängerbrücke direkt mit der Haltestelle Chitlom verbunden. Die Öffnungszeiten sind von zehn Uhr vormittags bis zehn Uhr abends.

Text: Ute Bäuchl, Fotos: Jaqueline-Maria Hitzler

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